Open-Source-Entwickler bevorzugen Debian

Fast die Hälfte von 2784 Entwicklern gaben bei einer von der EU geförderten Befragung an, die Linux-Distribution Debian zu präferieren.

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Debian und Gnome schneiden als Distribution und Desktop-Software bei Entwicklern von Open-Source-Software am besten ab. Jedenfalls antworten bei einer Befragung des niederländischen Institute of Infonomics 48 Prozent von 2784 befragten Entwicklern auf die Frage, welche Distribution sie bevorzugen, mit Debian. An zweiter Stelle folgt mit großem Abstand Red Hat, das hoch in der Gunst von 13,8 Prozent steht. Dahinter kommen mit 9,8 und 9,2 Prozent Mandrake und SuSE; 4,9 Prozent der Entwickler bevorzugen dagegen das freie Unix-Derivat FreeBSD.

Bei den Desktops ist die Wahl nicht so eindeutig ausgefallen: 32,4 Prozent präferieren Gnome und 30,2 Prozent KDE. Bei den Editoren liegt mit 38,8 Prozent vi vor Emacs, der von 36,2 Prozent bevorzugt wird. Dies geht aus dem zweiten Teil einer Studie hervor, die das Institut zusammen mit den Marktforschern von Berlecon Research erstellt hat. Für den ersten Teil waren IT-Entscheider befragt worden. Die Gesamtstudie wurde im Rahmen eines von der EU finanzierten Forschungsprojektes in Deutschland, Schweden und Großbritannien durchgeführt.

Aus der Frage, woran die Entwickler hauptsächlich arbeiten, lassen sich Rückschlüsse ziehen, wofür Open-Source-Software vor allem verwendet wird: 26,9 Prozent arbeiten an Anwendungen für Netzwerke, 22,7 Prozent an Webservices, 17,8 Prozent an Office- oder Business-Anwendungen und 16,4 Prozent an Heimanwendungen oder Desktops. Abgeschlagen folgen mit jeweils 5,3 Prozent Spiele und Grafikanwendungen sowie mit 2,9 und 1,9 Prozent Multimedia- und Audio-Programme. Aus der Studie lassen sich aber beispielsweise auch Informationen entnehmen, wie der durchschnittliche Ausbildungsgrad und das Monatseinkommen von Open-Source-Entwicklern aussehen. (anw)