debitel bleibt profitabel [Update]

Die Telekommunikationsfirma debitel kann ihrer Meinung nach der Branchenkrise trotzen, der Gewinn sank aber, während die Anzahl der Kunden leicht stieg.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Die Telekommunikationsfirma debitel kann ihrer Meinung nach der Branchenkrise trotzen: Auch im ersten Halbjahr 2002 sei man profitabel geblieben, hieß es bei der Tochter der Schweizer Swisscom. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ging jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf 27 Millionen Euro zurück, das Konnzernergebnis sank um 38 Prozent auf 16 Millionen Euro, hieß es bei den Stuttgartern. Die Umsätze des Mobilfunk-Spezialisten stiegen vor allem durch Zukäufe um sieben Prozent auf 1,305 Milliarden Euro. 885 Millionen Euro entfielen auf Umsätze im deutschen Mobilfunkgeschäft; im Vorjahr waren es 878 Millionen Euro.

debitel, die vor allem als Reseller der deutschen Mobilfunkbetreiber bekannt ist, beschäftigt europaweit 3.553 Mitarbeiter, 307 mehr als im Vorjahr. Hauptsächlich durch Unternehmenszukäufe sei die Anzahl der im Ausland Beschäftigten auf 1.524 gestiegen, in Deutschland betrug die Beschäftigtenzahl 2.029. Die Zahl der Kunden bei debitel wuchs geringfügig auf 9,6 Millionen europaweit -- die Firma betont dabei, dass die Lage der deutschen Mobilfunkbranche sehr angespannt sei: Die "Marktdurchdringung bei Mobilfunknutzern liegt in Deutschland heute bei 66 Prozent" und sei damit um 2 Prozentpunkte gesunken, erklärte debitel. Besonders erfreut zeigte sich das Unternehmen über den steigenden Anteil von Kunden mit langfristigen Vertragsbindungen an debitel.

Für das gesamte Jahr rechnet die Firm auf Grund der Ausdehnung des internationalen Geschäfts insgesamt einen Umsatzwachstum, während das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen unter dem Vorjahr liegen soll. In den Niederlanden übernahm debitel den Anbieter Talkline und vereinbarte eine Kooperation mit Telfort, die im Herbst starten soll. In Frankreich erwarb das Unternehmen die Mobilfunk-Handelskette Videlec. Das Ausland bleibe weiterhin im Fokus, sagte Vorstandschef Peter Wagner der dpa. "Es gibt Länder, wo wir Einstiegsmöglichkeiten sehen." Dazu zähle zum Beispiel Spanien. (jk)