Lucent-Betriebsrat hofft auf regionale Lösung
Es sollten unverzüglich Gespräche mit einem Konsortium lokaler Manager über eine Weiterführung der Produktion geführt werden, sagte heute der Betriebsratsvorsitzende Reynaldo Zavala.
Im Kampf um mehrere hundert Arbeitsplätze hofft der Nürnberger Betriebsrat des US-Telefonausrüsters Lucent Technologies auf eine regionale Lösung. Es sollten unverzüglich Gespräche mit einem Konsortium lokaler Manager über eine Weiterführung der Produktion geführt werden, sagte der Betriebsratsvorsitzende Reynaldo Zavala am heutigen Montag nach einer Betriebsversammlung.
Lucent will nach gescheiterten Verhandlungen mit der amerikanischen Solectron Corporation über den Verkauf des Nürnberger Werks 400 Stellen streichen. Zavala sagte, im vergangenen Sommer habe sich auch das regionale Konsortium mit Beteiligung der Stadt Nürnberg, des Freistaats Bayern und der Universität Erlangen-Nürnberg für die Lucent-Produktion interessiert. Man habe ein Kompetenzzentrum Elektronikproduktion aufbauen wollen. Die Pläne seien damals aber von Lucent ad acta gelegt worden.
Der Betriebsrat forderte, die Gespräche mit dem Konsortium wieder aufzunehmen. Dem habe sich die Geschäftsleitung nicht verweigert. Entscheidungen müssten nun innerhalb weniger Tage fallen, sagte Zavala.
Im Werk Nürnberg fertigen mehr als 600 Mitarbeiter Basisstationen für den Mobilfunk und Übertragungsnetze für optische Systeme. 400 von ihnen müssen nach den Lucent-Plänen bis September gehen. Ein Reparaturzentrum und der so genannte Produktanlauf sollen mit 240 Mitarbeitern in Nürnberg weitergeführt werden. (dpa) / (anw)