Nothelfer bekommen in den USA im Mobilfunk Vortritt

In den USA wird ein System getestet, bei dem im Notfall Einsatz- und Sicherheitskräfte im Mobilfunk automatisch vorgelassen werden.

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Nach den Attentaten des 11. September gab es in den USA Überlegungen, für Privatpersonen das Telefonieren einzuschränken, um Polizei und anderen Einsatzkräften die Kommunikationskanäle offen zu halten. In eine andere Richtung geht ein Pilotprogramm der staatlichen Behörde National Communication System und der US-amerikanischen Telekom-Tochter Voicestream, das jetzt vorgestellt wurde, berichten US-amerikanische Medien. Dabei sollen im Notfall selbst bei überlasteten Telefonnetzen bestimmte Teilnehmer bevorzugt telefonieren können. Es geht vor allem darum, die Einsatzkräfte besser zu koordinieren.

In Washington und New York installiert Voicestream einen so genannten Wireless Priority Service, der bis Dezember auf die gesamten USA ausgedehnt werden und ein Jahr darauf in regulären Betrieb gehen soll. Für das System werden in einem Joint Venture zwischen Ericsson und Sony spezielle Mobiltelefone entwickelt. Die Geräte sollen in Kürze verfügbar sein. Gespräche, die im Notfall von einem der bislang eingeplanten 60.000 Einsatz- und Sicherheitskräfte mit diesen Geräten geführt werden, sollen in der Netzwarteschleife automatisch höchste Priorität bekommen, während gewöhnliche Telefonate von ihrer Warteposition verdrängt werden. (anw)