Diskussion um Porno-Filter für Schulen in Australien
Das Vorhaben der australischen Regierung, alle Schulen in New South Wales untereinander und mit dem Internet zu verbinden, erhitzt die Gemüter.
Das Vorhaben der australischen Regierung, alle Schulen in New South Wales untereinander und mit dem Internet zu verbinden, erhitzt die Gemüter. Einem Bericht des Sydney Morning Herald zufolge würden nach Ansicht vieler IT-Spezialisten die vorgesehenen Vorsichtsmaßnahmen wie Firewalls, Filter-Systeme und Anti-Virus-Programme nicht ausreichen, um Porno-Websites und anderes unwillkommenes Material für den vorgesehenen Nutzerkreis zu sperren.
Die Kritiker der Regierungsinitiative reagieren damit auf die Äußerung des Ausbildungsministers für New South Wales, John Watkins, der das Einrichten von solchen Schutzmaßnahmen angekündigt hatte. Seiner Meinung nach reiche es aus, eine schwarze Liste mit Websites zu erstellen, auf der alle bedenklichen Seiten aufgeführt werden. Diese alle 24 Stunden aktualisierte Liste soll dann den Filtern als Arbeitsgrundlage dienen. Für die Kritiker, zu denen auch Danny Yee von Electronic Frontiers Australia gehört, würden die bekannt gegebenen Systeme nur unzureichenden Schutz bieten. Vielmehr müssten die Schulen eigene Nutzerbestimmungen ausarbeiten.
Während das letzte Wort über die Schutzsysteme noch nicht gesprochen wurde, ist das Internet- und Intranet-Projekt für New South Wales bereits beschlossene Sache. Den Zuschlag für den 300 Millionen US-Dollar teuren Auftrag hatte Unisys South Pacific erhalten. Deren Aufgabe ist es nun, bis Ende März 2002 1,3 Millionen Schüler und Lehrer an das Netzwerk anzuschließen. (daa)