Anklagen gegen ehemalige CPU-Beschäftigte wegen Insiderhandels

Nach den Aufsehen erregenden Ermittlungen wegen verbotenen Insiderhandels bei der Augsburger Software-Firma CPU hat die Staatsanwaltschaft erste Anklagen erhoben.

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  • dpa

Nach den Aufsehen erregenden Ermittlungen wegen verbotenen Insiderhandels bei der Augsburger Software-Firma CPU hat die Staatsanwaltschaft erste Anklagen erhoben. Drei ehemaligen Beschäftigten werde vorgeworfen, unter Ausnutzung ihrer Insiderkenntnisse Aktien verkauft und beträchtliche Vermögensvorteile gewonnen zu haben, teilte die Behörde am Donnerstag in Augsburg mit. Dabei hätten sie bereits von internen Problemen des Unternehmens gewusst, die massive Kursverluste nach sich ziehen würden.

Bei den Transaktionen 1999 und 2000 sollen die drei zusammen mehr als 6.000 Aktien für einen Erlös von mehr als 260.000 Euro Erlös verkauft haben. In weiteren Verfahren in dieser Sache wird noch ermittelt, unter anderem im Ausland. Außerdem müssten umfangreiche Beweismittel ausgewertet werden, berichtete die Staatsanwaltschaft. Das Verfahren gegen ein früheres CPU-Vorstandsmitglied und dessen Ehefrau wurde gegen Zahlung von Geldauflagen von 1.500 Euro und 250 Euro eingestellt.

Bei den Mitte 2001 bekannt gewordenen Ermittlungen war nach Angaben von Aktionärsschützern erstmals auch ein Analyst wegen des Verdachts auf Insiderhandels ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Der ehemalige Beschäftigte der Bayerischen Landesbank soll im ersten Halbjahr 2000 zur Manipulation des Aktienkurs der am Neuen Markt notierten CPU beigetragen haben, um millionenschwere Aktienpakete möglichst Gewinn bringend zu verkaufen. Im Jahr 2000 hatte CPU bei einem Umsatz von 20,2 Millionen Mark (10,3 Millionen Euro) einen Verlust von 37,6 Millionen Mark eingefahren. Für das laufende Jahr hat das Unternehmen seine Prognosen gerade nach unten revidiert. (dpa) / (jk)