Studie: Kommerzielle Websites verbessern ihren Datenschutz

Kommerzielle Internet-Angebote nehmen vermehrt Rücksicht auf den Anspruch ihrer Benutzer auf Schutz der Privatsphäre, stellt eine aktuelle Studie fest.

vorlesen Druckansicht 17 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Kommerzielle Internet-Angebote nehmen vermehrt Rücksicht auf den Anspruch ihrer Benutzer auf Schutz der Privatsphäre. Dies ergab eine Studie der Progress & Freedom Foundation. Für die Untersuchung hat die Agentur Ernst & Young 85 sehr häufig aufgesuchte sowie 511 zufällig ausgewählte kommerzielle US-amerikanische Websites herangezogen.

Die Studie wird seit 1998 jährlich erstellt. Dieses Mal stellen die Autoren fest, dass die Internetangebote wesentlich weniger Informationen über ihre Besucher sammeln als früher. Unter den populären Seiten nahm der Anteil derjenigen von 96 auf 84 Prozent ab, die Informationen zur Identifizierung einer Person anders als über E-Mail abrufen. Unter den zufällig ausgewählten Seiten ging dieser Anteil von 87 auf 74 Prozent zurück.

Als ein weiteres Indiz für mehr Respekt vor den Daten der Besucher wertet die Untersuchung die Verwendung von Cookies, die seitenübergreifend Informationen über das Surfverhalten erfassen. Die populären Angebote nutzen nur noch zu 48 Prozent solche Cookies; im Jahr zuvor waren es noch 78 Prozent; in der anderen Gruppe nahm der Anteil von 57 auf 25 Prozent ab.

Die Studie sieht die Ergebnisse als bedeutend an, da es heute noch viele Netznutzer gibt, die vor dem Einkauf im Internet zurĂĽckschrecken. Ein wichtiger Grund sei die mangelnde Datensicherheit bei Bekanntgabe von Kreditkartennummern und anderen wichtigen Daten sowie die ĂĽbertriebene Neugierde mancher Internet-Anbieter. (anw)