Swisscom will bei Änderungen der UMTS-Spielregeln klagen
Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom erwägt eine Klage, sollte es zu einer nachträglichen Änderungen der Vergaberegeln für die deutschen UMTS-Lizenzen kommen.
Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom erwägt eine Klage, sollte es zu einer nachträglichen Änderungen der Vergaberegeln für die deutschen UMTS-Lizenzen kommen. Das kündigte Swisscom-Chef Jens Alder in der Welt am Sonntag an. "Wir haben unter bestimmten Spielregeln mitgesteigert und sind unter Berücksichtigung dieser Regeln auch ausgestiegen. Gegen eine nachträgliche Änderung durch den Regulator hätten wir große Bedenken und würden Ansprüche anmelden", sagte Alder. Swisscom war mit ihrer Tochter Debitel aus der UMTS-Auktion vor zwei Jahren bei einem Preis von fünf Milliarden Euro ausgestiegen.
In der Branche gibt es Stimmen, die darauf dringen, dass die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Regtp) den Handel mit Lizenzen zulässt. Nur so wären auch Fusionen von kleineren Marktteilnehmern denkbar, ohne dass die UMTS-Lizenz an den Regulierer zurückfällt. Insider gehen schon seit langem davon aus, dass in Deutschland höchstens vier der sechs Unternehmen überleben können, die eine Lizenz ersteigert haben.
Ein künftiges Engagement im deutschen UMTS-Netzbetrieb schloss Swisscom aus, selbst wenn die Lizenz kostenlos wäre. Der Einstieg lohne sich nicht, wenn damit der komplette Aufbau eines Mobilfunknetzes verbunden sei, sagte Alder. (dpa) / (em)