FBI-Razzia nach Army-Hack

Beamte des FBI haben die Sicherheitsfirma ForensicTec durchsucht, die auf eklatante Sicherheitsmängel bei der US-Army aufmerksam gemacht hatte.

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Von
  • Christian Persson

Beamte des FBI haben zusammen mit der US-Militärpolizei die Büros und Computer der Sicherheitsfirma ForensicTec durchsucht, die öffentlich auf eklatante Sicherheitsmängel bei der US-Army aufmerksam gemacht hatte. Die Razzia erfolgte wenige Stunden nach Erscheinen eines Berichtes in der Washington Post, wonach ForensicTec sich mit einfachen Mitteln Zugang zu den Netzwerken des Militärs verschafft und Hunderte vertrauliche Dokumente heruntergeladen hatte.

US-Medien berichten, die erst seit vier Monate existierende Firma sei in die Netzwerke an 34 Army-Standorten eingedrungen. Der Zugang zu den Dateien sei entweder gar nicht oder lediglich durch einfach zu erratende Passwörter gesichert gewesen. Militärische Dokumente mit hoher Geheimhaltungsstufe befanden sich aber offenbar nicht darunter.

ForensicTec hat erklärt, bei Sicherheitsüberprüfungen für einen privaten Kunden durch Zufall auf die schlecht gesicherten Militärnetzwerke gestoßen zu sein. Mit der Veröffentlichung habe man der Regierung helfen und positiv auf sich aufmerksam machen wollen. Ein Sprecher der US-Militärpolizei sagte der Washington Post, das unbefugte Eindringen in Armee-Computer, gleichgültig mit welcher Rechtfertigung, verletze US-Bundesgesetze und werde als Straftat verfolgt. (cp)