Telekom-Verband wirft Regulierern Fortschrittsbehinderung vor
Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) ist nicht zufrieden mit der Arbeit der RegTP auf dem Gebiet von Wireless Local Loop WLL.
Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) ist nicht zufrieden mit der Arbeit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) auf dem Gebiet des drahtlosen Richtfunks Wireless Local Loop (WLL). Der VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner beschuldigt die Regulierungsbehörde, Verbesserungen für Anbieter neuer Technologie hinauszuzögern.
Stein des Anstoßes ist, dass von Anfang an nur Verbindungen von einem Richtfunkknoten zu Endkunden erlaubt gewesen seien. Einige Anbieter wünschten sich jedoch auch Funkbrücken zu Mobilfunkzellen, was besonders im Hinblick auf UMTS attraktiv schien. Die Behörde signalisierte Entgegenkommen, habe nun aber mitgeteilt, dass "eine Änderung der Nutzungsbestimmungen für die vergebenen WLL-Frequenzen kurzfristig nicht möglich" sei.
Der VATM ist anderer Ansicht. "Diese Technik wäre heute technisch realisierbar und wirtschaftlich sinnvoll. Die Regulierungsbehörde sollte möglichst schnell handeln und die Rahmenbedingungen sofort anpassen", sagt Grützner. Sowohl Markt als auch Technik haben die ursprünglichen Prognosen der RegTP überholt.
Weiterhin sieht der Verband durch ein Einlenken in diesem Bereich die Chance auf mehr Wettbewerb im Mietleitungsmarkt und bessere Bedingungen für die noch verbliebenen WLL-Anbieter. Die RegTP stellt als Alternative Frequenzen aus dem 28-GHz-Bereich zur Verfügung, doch nach Ansicht des VATM ist das nur ein schwacher Trost, da zusätzliche Investitionen in die Technologie nötig seien. (cgl)