Sachsen-Anhalt will Kabelnetze fördern

Kaum konkrete Ergebnisse beim Kabelforum 2002 in Halle.

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Von
  • Torge Löding

Das Kabelforum 2002 der Medienanstalt Sachsen-Anhalt und der Landesinitiative InfoRegio endete in Halle mit einer etwas unklaren Perspektive für die Branche im Land. Als Vertreter der CDU-geführten Landesregierung erklärte Andreas Plehwe, Referatsleiter im Wirtschaftsministerium, die Investitionsförderung müsse privatwirtschaftlich getragen werden. Das Land könne im Rahmen einer "Public Private Partnership" allerdings auch helfen. In welchem Umfang genau ließ er offen.

Klar blieb Plehwe nur bei der Willensbekundung: Sachsen-Anhalt wolle nicht nur in den Ausbau der Kabelinfrastruktur, sondern auch in die Diensteentwicklung investieren. Dabei denkt er vor allem an Verwaltung, E-Learning und E-Commerce.

Zu Beginn des Forums hatte Unternehmer Christian Schurig, Geschäftsführer der MSA, die Probleme der Kabelnetzbetreiber erklärt: "Finanzielle Probleme großer Kabelnetzgesellschaften in den westlichen Bundesländern und Europa, erneute Verkaufsverhandlungen der Deutschen Telekom AG bezüglich ihrer Netze in Mitteldeutschland, sowie ein gestiegenes Kostenbewusstsein der Kabelkunden sind Hinweise auf einen schwieriger gewordenen Markt. Rund 55 Prozent der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt werden durch eine große Anzahl mittelständischer Kabelnetzbetreiber versorgt. Konzentrationsprozesse, Preiserhöhungen durch erweiterte Angebote und Neuinvestitionen in die digitale Zukunft sind jedoch unausweichlich, um im zukünftigen Wettbewerb zu bestehen."

Nun soll in Sachsen-Anhalt die Kooperation von Wohnungsgesellschaften, Kabelnetzbetreibern, Inhalts- und Diensteanbietern intensiviert und ein "Sonderprogramm Informationsgesellschaft" aufgelegt werden. (tol)