Datasave unter Druck
Das 1981 gegrĂĽndete Software-Unternehmen Datasave hat nach einem Ergebniseinbruch in den ersten neun Monaten seine Prognose erneut gesenkt.
Das 1981 gegründete Software-Unternehmen Datasave hat nach einem Ergebniseinbruch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001/2002 seine Prognose erneut gesenkt. Auf Grund der Ertragsentwicklung in den ersten drei Quartalen werde im Gesamtjahr nunmehr einen Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) von rund 22 Millionen Euro erwartet nach einem Gewinn von 500.000 Euro im Vorjahr, teilte der Spezialist für Handels- und Branchenlösungen mit. Datasave kündigte zudem die Schließung von zwei Tochtergesellschaften an; bereits im April hatte Datasave wegen schlechter Prognosen Umstrukturierungsmaßnahmen, darunter die Schließung von Standorten, beschlossen.
Nunmehr hat der Vorstand der Firma in seiner Sitzung am Montag entschieden, die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten der beiden Tochtergesellschaften Datasave Anwendungssysteme Süd GmbH und Datasave Solution Providing GmbH zum 30. September 2002 einzustellen. Die Ertragslage des Datasave-Konzerns werde im laufenden Geschäftsjahr von der Umstrukturierung "erheblich beeinträchtigt". Das EBIT lag nach neun Monaten bei rund minus 20,3 Millionen Euro im Vergleich zu minus 0,4 Mio. Euro im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Konzernumsatz betrug 39,4 (Vorjahr 38,0) Millionen Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Datasave unverändert einen Umsatz von 50 Millionen Euro; im vierten Geschäftsquartal werde "im Rahmen der Restrukturierung zusätzlicher Abschreibungsbedarf anfallen", hieß es bei der Firma, der sich derzeit allerdings noch nicht exakt beziffern lasse. Das begeisterte die Investoren naturgemäß überhaupt nicht: Zum Handelsauftakt am heutigen Dienstag fiel der Kurs der Aktie um 13,46 Prozent auf 0,45 Euro. (jk)