Telia enttäuscht die Analysten

Der größte schwedische Telekommunikationskonzern hat seine Erträge vor Steuern im ersten Quartal nur leicht gesteigert.

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Der größte schwedische Telekommunikationskonzern Telia hat seine Erträge vor Steuern im ersten Quartal leicht gesteigert. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, betrug der Vorsteuerertrag 535 Millionen Kronen (57,7 Millionen Euro) gegenüber 502 Millionen Kronen im selben Vorjahresszeitraum. Der Umsatz stieg von 13,6 auf 13,9 Milliarden Kronen.

Unterm Strich sieht es für Telia nicht so günstig aus. Der Nettogewinn ging von 291 Millionen Kronen (31 Millionen Euro) im 1. Quartal 2001 auf nun 127 Millionen Euro (13,7 Millionen Euro) zurück. Gegenüber dem letzten Quartal 2001 allerdings eine deutliche Verbesserung: Da musste Telia noch einen kräftigen Nettoverlust von 572 Millionen Kronen hinnehmen. Daraufhin war der Kurs der Telia-Aktie um 8 Prozent auf 38,80 Kronen abgerutscht.

Analysten an der Stockholmer Börse sind von dem Ergebnis enttäuscht. Sie glauben, dass die Telia-Aktie nun unter Druck geraten könnte. In der Tat rutschte sie heute bislang um rund 3 Prozent auf 27,60 Kronen ab. Damit geht es dem schwedischen Konzern ähnlich wie Ende vergangener Woche der Deutschen Telekom und France Telecom.

Konzernchefin Marianne Nivert sagte, Telia werde bei den fĂĽr dieses Jahr angekĂĽndigten Investitionen zwischen 10 und 15 Milliarden Kronen "im unteren Bereich des Intervalls" bleiben. Das teilprivatisierte Unternehmen hatte im ersten Quartal die Ăśbernahme des finnischen Konkurrenten Sonera bekannt gegeben und wĂĽrde nach der noch ausstehenden Genehmigung durch die EU-Kommission in BrĂĽssel der fĂĽhrende Telekommunikationskonzern in Nordeuropa. (anw)