DoubleClick einigt sich mit US-Justiz (Update)
Ein neues Tool soll dem Surfer zeigen, welche Daten der Werbevermarkter sammelt.
Die staatliche Untersuchung des Umgangs mit privaten Daten beim Online-Werbevermarkter DoubleClick endete jetzt mit einer Einigung: Fortan werde das Unternehmen öffentlich erklären, was es mit den Daten von Internetsurfern mache und sicherstellen, dass die Datensammelei jeweils im Einklang mit den Privacy-Richtlinien seiner Kunden-Websites stehe. Ein "Cookie Viewer" soll die Konsumenten zudem darüber aufklären, inwiefern ihr Surfverhalten im Internet beobachtet wird. DoubleClick nannte die Einigung allerdings "kein Schuldeingeständnis dafür, dass wir bislang etwas falsch gemacht hätten".
Hintergrund der staatlichen Untersuchung waren die Datensammel-Praktiken von Doubleclick. Datenschützer zeigten sich allerdings nicht sonderlich zufrieden mit dem Kompromiss -- die neue Regelung helfe nun zwar, dass die Nutzer darüber informiert werden, dass ihre Schritte im Internet überwacht werden; für die große Mehrheit der Surfer biete das aber keinen Schutz gegen die Bespitzelung. Seit der Übernahme der Datenbank der Abacus Direct Group im Jahr 1999 und der Ankündigung, diese personenbezogenen Daten mit den nutzungsbezogenen aus der Web-Überwachung zusammenzuführen, steht DoubleClick immer wieder im Visier der Datenschützer. Verschiedene Nutzer und Organisationen einigten sich im Laufe einer Sammelklage mit dem Unternehmen. Bereits im März erklärte sich der Online-Vermarkter bereit, unrechtmäßig gesammelte Daten zu löschen und eine Summe von 1,8 Millionen US-Dollar zu zahlen.
Nach der aktuellen Einigung erklärte DoubleClick sich bereit, 450.000 US-Dollar als Beteiligung für die Untersuchungskosten an den Staat zu zahlen. (tol)