Brandenburger Chipfabrik macht Fortschritte
Anfang Mai soll der Grundstein für das 1,5 Milliarden Euro teure Chipwerk in Frankfurt (Oder) gelegt werden.
"Die Chipfabrik ist auf einem guten Weg. Der heutige Tag beweist, dass es voran geht", sagte Brandenburgs Bau- und Verkehrsminister Hartmut Meyer (SPD). Damit bezog sich Meyer auf die Wasserversorgung der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder), die nunmehr gesichert ist. In Brieskow-Finkenheerd haben Baufirmen am Mittwoch eine 18,5 Millionen Euro teure Brauchwasserleitung übergeben. Drei zehn Kilometer lange Rohre werden den Frankfurter Technologiepark und das daneben geplante Chipwerk künftig mit Wasser versorgen. Pro Stunde können die Firmen bis zu 660 Kubikmeter Wasser aus dem Brieskower See nutzen. Die Chipfabrik, die im Sommer 2003 mit der Produktion starten soll, braucht davon ein Drittel, unter anderem zur Kühlung. Mit der Erschließung des Chipwerk-Geländes war vor elf Monaten begonnen worden. Auch die Stromversorgung ist schon gesichert. Zudem wurden Verkehrswege und ein Lärmschutzwall zum benachbarten Wohngebiet gebaut.
Anfang Mai soll der Grundstein für das 1,5 Milliarden Euro teure Werk gelegt werden. Das Eigenkapital ist seit rund einer Woche vertraglich gesichert. Die Investoren Intel und Dubai sowie die Investitionsbank des Landes Brandenburg haben das Vertragswerk mit dem Chipfabrik-Betreiber Communicant endgültig unterzeichnet. Die nächste Hürde ist die EU-Wettbewerbskommission. Sie muss die geplante staatliche Förderung genehmigen. Das Wasser für die Technologiefirmen vor den Toren Frankfurts sollte ursprünglich aus der Oder kommen. Allerdings wären dafür Eingriffe in Naturschutzgebiete nötig gewesen. Deshalb entschied sich die Stadt Frankfurt (Oder), die für das Erschließen des Chipfabrik-Geländes zuständig ist, das Brauchwasser aus dem Brieskower See zu entnehmen. Das Gewässer südlich von Frankfurt ist mit der Oder verbunden. (dpa) / (jk)