Scarfo plädiert auf schuldig
Im Prozess gegen Nicodemo S. Scarfo, dem die US-Bundespolizei FBI einen TastaturschnĂĽffler auf dem Laptop installiert hatte, hat der Angeklagte sich schuldig bekannt.
Im Prozess gegen Nicodemo S. Scarfo, dem die US-Bundespolizei FBI einen Tastatur-Schnüffler auf dem Laptop installiert hatte, hat der Angeklagte auf schuldig plädiert. Der Prozess gegen Scarfo, der wegen der Ermittlungsmethoden des FBI auf harsche Kritik gestoßen war, wird nun nach US-Medienberichten ohne Aufsehen beendet.
Im Rahmen der Ermittlungen gegen Nicodemo S. Scarfo, dem illegale Buchmachergeschäfte vorgeworfen wurden, war das FBI auf eine mit PGP verschlüsselte Datei gestoßen, die es nicht entziffern konnte. Mit einem Gerichtsbeschluss verschafften sich die Ermittler deshalb Zugang zum Büro des Verdächtigen und installierten ein Programm, das seine Tastatureingaben mitprotokolierte. Mit dessen Hilfe erfuhren sie die Passphrase, die den auf dem Rechner abgelegten geheimen PGP-Schlüssel schützt und gelangten so an die verschlüsselten Daten. Ein US-Bundesrichter hatte diese Praxis Anfang Janur für rechtmäßig erklärt. (wst)