Vermehrte Displayschäden beim Nokia 8210

Aufgrund vermehrt gemeldeter Displayschäden beim 8210 von Nokia hat das ARD-Verbrauchermagazin Plusminus ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben.

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Von
  • Matthias Göbel

Aufgrund vermehrt gemeldeter Displayschäden beim Handy 8210 von Nokia hat das ARD-Verbrauchermagazin Plusminus ein Gutachten in Auftrag gegeben und 10 Geräte untersuchen lassen. Von den überprüften Handys waren nur vier in Ordnung, zwei wiesen einen Displayschaden auf und drei hatten einen Ausfall nach mehrmaliger Benutzung. Eines war direkt nach Entnahme aus dem Karton defekt.

Ein Händler nennt in der Sendung eine Ausfallquote von 70 Prozent. Diese Zahl bestätigt auch die Firma Pro Systec , einer von Deutschlands größten Handy-Versicherern. "Die Kosten belaufen sich derzeit auf einen fast sechsstelligen Bereich, der sich zusammensetzt aus Reparatur, Versand, Porto oder eventuell Totalersatz des Gerätes", erklärte der Vertriebschef Torsten Bressmer.

Nokia allerdings habe laut Plusminus Kunden Garantieansprüche wiederholt verweigert. Die Begründung: Das Gerät habe einen vom Kunden selbst verursachten Feuchtigkeitsschaden. Der von Plusminus beauftragte Gutachter macht aber in den meisten Fällen die schlechte Verkapselung des Handys für den Feuchtigkeitseintritt verantwortlich.

Auf Nachfrage von Plusminus hat Nokia eingeräumt, in bestimmten Chargen mangelhafte Bauteile verwendet zu haben. Allerdings streitet Nokia einen generellen Konstruktionsfehler des Modells 8210 ab, erklärt aber, "Nokia sei an einer einvernehmlichen Lösung auffälliger Schadensfälle interessiert". (mgo)