Axel Springer Verlag back in the black
Trotz der Flaute auf dem Anzeigenmarkt präsentiert der Hamburger Verlag einen Gewinn -- und zeigt sich stolz über den Erfolg von bild.t-online.de.
Der Axel Springer Verlag hat im ersten Halbjahr trotz der Flaute auf dem Anzeigenmarkt wieder schwarze Zahlen geschrieben. Mit einem HalbjahresĂĽberschuss nach Steuern und Abschreibungen (EBIT) von 72 Millionen Euro schaffte der Verlag eine Steigerung von 58 Millionen -- vor einem Jahr waren es 14 Millionen. Auch das operative Konzernergebnis stieg um acht Millionen Euro von 34 Millionen im Vorjahr auf nun 42 Millionen.
Das Verlagshaus erklärt die positive Ergebnisentwicklung durch kostensenkende Maßnahmen wie Personalabbau und die Schließung unprofitabler Projekte. Das betraf besonders den Onlinebereich. Die Multimediaaktivitäten werden nun unter dem Dach von AS Interactive gebündelt. Im Bilanzpapier verweist der Verlag auch auf Erfolge beim Ausbau des Portals bild.t-online.de -- an dem Joint Venture mit T-Online hält der Verlag 63 Prozent. Mit rund 240 Millionen Page Impressions sei die Website Marktführer bei General-Interest-Angeboten geworden.
Der Gesamtumsatz des Verlages betrug im ersten Halbjahr 2002 insgesamt 1368 Millionen Euro und war damit um 60 Millionen geringer als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem positiven Ergebnis, so sich die Konjunktur nicht weiter verschlechtert. "Das schwierige Marktumfeld fordert dem Unternehmen allerdings auch weiterhin ein diszipliniertes Kostenmanagement ab", so Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner. Von den knapp 13.600 Mitarbeitern, die der Verlag im 1. Halbjahr beschäftigte, will er bis Ende 2003 zehn Prozent entlassen. (tol)