Wirtschaftsministerium startet Förderwettbewerb "Netzwerkmanagement-Ost"
Eine neue Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie soll in den neuen Bundesländern kleine und mittlere Unternehmen sowie wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen unterstützen.
Eine neue Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie soll in den neuen Bundesländern die Bildung von innovativen Netzwerken von kleinen und mittleren Unternehmen und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen unterstützen. Schwerpunkte des Förderwettbewerbs Netzwerkmanagement-Ost (NEMO) sind Koordinierungs-, Management- und Infrastrukturleistungen eines externen Netzwerkmanagers.
Die Förderung soll dabei den gesamten Prozess von der Forschung und Entwicklung (FuE) bis hin zur Vermarktung neuer Produkte erfassen. Insbesondere junge und kleine ostdeutsche Unternehmen sollen in die Lage kommen, Synergieeffekte durch Kooperationen mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu nutzen und mit technologischer Systemlösungskompetenz gemeinsam am Markt aufzutreten.
Ab sofort können in einer ersten Antragsrunde bis zum 26. April 2002 beim Projektträger Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) Anträge auf Förderung gestellt werden. Dort stehen die Unterlagen zum Abruf bereit.
Mit dem Projekt NEMO soll die bisherige Förderung PRO INNO fortgesetzt und ergänzt werden, so Staatssekretär Tacke. Bislang seien rund 3480 Anträge von 2650 kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Fördervolumen in Höhe von 317 Millionen Euro bewilligt worden. Damit wurde im deutschen Mittelstand ein Forschungs- und Entwicklungs-Aufwand in Höhe von 1 Milliarde Euro angestoßen, so Tacke.
Seit 2001 arbeiten an den im Rahmen von PRO INNO geförderten Projekten laut Ministerium pro Jahr rund 6000 Personen allein in der FuE-Phase; 10 Prozent davon sollen Neueinstellungen sein. Durch die "Verwertung der Ergebnisse am Markt" rechnet man im Ministerium mit beträchtlichen Umsatzsteigerungen und mit zusätzlich fast 50.000 Arbeitsplätzen. Das Programm soll dazu beitragen, dass im Schnitt ein Viertel neue Arbeitsplätze geschaffen und drei Viertel erhalten werden, besagen aktuelle Untersuchungen des Ministeriums. (Jörg Birkelbach) / (anw)