Pyramid und Asetek zeigen 3-GHz-PC

Per Tiefkühlung bringt das dänische Unternehmen Asetek einen 2,2-GHz-Pentium-4-Prozessor auf rund 3 GHz Taktfrequenz.

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Per Tiefkühlung bringt das dänische Unternehmen Asetek einen 2,2-GHz-Pentium-4-Prozessor auf rund 3 GHz Taktfrequenz. Auf der CeBIT will der deutsche Anbieter Pyramid ein solches System zeigen, das mit Preisen zwischen knapp 3000 und 6000 Euro für professionelle Anwender gedacht ist (Halle 16, Stand C22).

Im Vapochill-Gehäuse von Asetek sitzt -- wie in einem Kühlschrank -- eine Kompressor-/Verdampferkombination, die über 100 Watt Abwärmeleistung abführen kann. Der auf dem Prozessor montierte Verdampfer kühlt diesen auf Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, eine Isolierung und die Temperaturregelung verhindern dabei die Kondensierung von Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft.

Im c't-Labor erreichte ein Vorserienmuster des Pyramid Vapochill zwar über 3 GHz, lief aber nur knapp darunter, bei 2,908 GHz, völlig stabil. Asetekt feilt noch an verbesserten Einstellungen, um den problemlosen Betrieb auch bei über 3 GHz zu gewährleisten.

Für 2,908 GHz interne Taktfrequenz des Pentium 4 2,2 GHz ist eine Front-Side-Bus-Taktrate von 132 MHz nötig, bei der die PC2700-Speichermodule auf dem Asus-P4B266-Mainboard (Chipsatz Intel i845D) 173 MHz erreichen. Dieser "Fast-3-GHz-PC" kommt auf Werte von 952 SPEC_int_base2000 und 849 SPEC_fp_base2000: Beeindruckende Daten für einen Rechner mit x86-Prozessor. Auch praxisnähere Benchmarks wie der BAPCo SYSmark 2001 profitieren deutlich von den hohen Taktfrequenzen. Trotz seines Preises dürfte der Pyramid Vapochill deshalb bei Firmen, die auf x86-Software angewiesen sind, auf Interesse stoßen. Der vor über zwei Jahren angebotene Gigahertz-Athlon mit Kryotech-Kühlung war übringens etwa doppelt so teuer.

Einen ausführlichen Test des Rechners bringt c't in Ausgabe 6/2002 (ab dem 11. März im Handel). (ciw)