Tiscali kann nicht zählen
Der europaweit tätige italienische Internet-Provider Tiscali hat in Folge eines Software-Umstellungsfehlers Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.
Der italienische Internet-Provider Tiscali, der nach der Übernahme diverser Unternehmen zum europäischen Schwergewicht aufsteigen will, hat in Folge eines Software-Umstellungsfehlers Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Im Vergleich zum ersten Quartal sank die erwirtschaftete Summe von 195,2 Millionen Euro auf 172,5 Millionen. Bei der Umstellung auf eine neue Abrechnungs-Software seien bei den deutschen und französischen Kundendateien Dubletten entstanden. Nach der Korrektur des Fehlers musste die Kundenzahl im Vergleich zum Vorquartal gesenkt werden.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 konnten die Italiener den Umsatz allerdings steigern -- von damals 258,7 Millionen Euro sei er um 42 Prozent auf 367,7 Millionen Euro in den vergangenen sechs Monaten gestiegen, heiĂźt es in einer Mitteilung. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat sich nach Firmenangaben um 93 Prozent von 118,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 8,6 Millionen reduziert. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) hingegen wuchs von 346,2 Millionen Euro auf 353 Millionen. (tol)