heise online im Geschwindigkeitsrausch
Dass heise online nicht nur sehr gut besucht, sondern eine der schnellsten deutschen Websites ist, bestätigte jetzt die auf Performance-Messungen spezialisierte Firma Keynote.
Dass heise online nicht nur sehr gut besucht, sondern eine der schnellsten deutschen Websites ist, bestätigte jetzt die auf Performance-Messungen spezialisierte Firma Keynote. Als sie heise online in ihrem "German-Business-40"-Index aufnahm, setzte sich das Angebot von heise online sofort an die Spitze der "Performance-Charts" und baut derzeit den Vorsprung sogar noch aus.
Keynote registriert von vielen verschiedenen Messstationen im Netz aus in kurzen Abständen die benötigte Ladezeit für HTML-Pages. Im Falle von heise online fordern die Keynote-Server die Frontpage www.heise.de an. Im Zeitraum zwischen dem 19. und dem 23. August benötigten sie durchschnittlich 0,4 Sekunden für den Abruf der kompletten Page. Zum Vergleich: Der Durchschnitt für alle im Index vertretenen Seiten betrug im gleichen Zeitraum 3,57 Sekunden; die zweitschnellste Page, Yahoo.de, wurde immerhin fast 25 Prozent langsamer geladen, obwohl dort weniger Kilobytes zu übertragen sind.
Axel Wilzopolzki, Chef der Webserver-Administration bei Heise, sieht die Anstrengungen seines vierköpfigen Teams, einen guten Service aufzubauen, bestätigt: "Wir freuen uns, dass unsere Arbeit an der Server-Architektur durch die Messungen sichtbar wird." Der Erfolg sei aber auch auf den Frankfurter Provider Plus.line zurückzuführen, der die Heise-Server beherbergt. "Hier spielt auch die direkte Anbindung zum größten deutschen IP-Austauschknoten DeCIX eine Rolle", erklärt Wilzopolski.
heise online liefert nach den Keynote-Messungen die Pages auch zu Spitzenlastzeiten kaum langsamer ab als beispielsweise mitten in der Nacht. Derzeit nehmen zwei redundant angebundene Loadbalancer die HTTP-Anfragen der Leser entgegen. Die Requests werden dann, je nach Kapazität, an einen von acht Webservern weitergeleitet. Diese Intel-Maschinen laufen unter Linux (Kernel 2.4.18) und verfügen über 1 bis 2 Gigabyte Hauptspeicher. Sie greifen je nach Bedarf auf verschiedene Backend-Systeme zurück, beispielsweise MySQL-Datenbanken auf einer U280R-kompatiblen SPARC-Maschine. Insgesamt besteht der Cluster hinter den Loadbalancern aus 13 Linux- und 2 Solaris-Systemen.
heise.de muss als eine der meistbesuchten deutschen Websites über einige Lastreserven verfügen. Laut IVW verzeichnete das Angebot allein im Juli 2002 über 94 Millionen Seitenabrufe (Page Impressions). "3 bis 4 Millionen PIs pro Tag sind üblich", erklärt Wilzopolski. Weil jeder Abruf durchschnittlich zehn HTTP-Requests generiert, müssen die Webserver 30 bis 40 Millionen Browser-Anfragen bearbeiten. (hob)