Multimedia-Dienstleister I-D Media baut Verlust ab
Trotz Umsatzeinbruchs geringere Verluste: I-D Media sieht einen positiven Trend und hofft auf schwarze Zahlen fĂĽr dieses Jahr.
Der Multimedia-Dienstleister I-D Media hat im ersten Halbjahr 2002 trotz eines Umsatzeinbruchs seinen Verlust halbiert. Wie das inzwischen am Geregelten Markt notierte Unternehmen am Freitag mitteilte, betrug der Verlust 4,429 Millionen Euro gegenüber einem Minus von 8,952 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit fällt der Verlust aber deutlich höher aus als der Umsatz. Dieser ging im ersten Halbjahr auf 2,839 Millionen Euro zurück gegenüber 13,374 Millionen Euro im Vorjahr.
I-D Media begründete den Umsatzrückgang im ersten Halbjahr mit der allgemeinen Markt- und Branchenschwäche, verwies aber auf die Zuwächse um 62 Prozent vom 1. zum 2. Quartal. Vorstandschef Bernd Kolb nannte dies einen "deutlich positiven Trend". Auch greife das Restrukturierungsprogramm, das unter anderem einen Personalabbau umfasst. Das bis Ende Juni am Neuen Markt notierte Unternehmen verwies zugleich darauf, das mit dem Wechsel des Börsensegments zum Halbjahresabschluss die Rechnungslegung von US-GAAP zum deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) gewechselt habe.
I-D Media strebt nach Aussage eines Sprechers unverändert für dieses Jahr wieder "schwarze Zahlen" an. Im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt unter anderem Jenoptik-Chef Lothar Späth, der zugleich Wirtschaftsexperte im Wahlkampfteam von Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber ist. Ende dieses Jahres wollte I-D Media nach bisherigen Plänen noch rund 140 Mitarbeiter beschäftigen. Ende 2001 waren es 270, im Jahr davor 555 Beschäftigte. Wie es weiter hieß, sicherten liquide Eigenmittel in Höhe von rund 11 Millionen Euro per Ende Juni "weit reichend die Zukunftsfähigkeit". (dpa) / (jk)