Verband sieht Trendwende für Internet-Wirtschaft

Eine Trendwende für die Internet-Wirtschaft ortet der Deutsche Multimediaverband.

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Von
  • Torge Löding

Eine Trendwende für die Internet-Wirtschaft ortet der Deutsche Multimediaverband (dmmv). Seit Ende 2001 gehen die Umsatzzahlen im Internet-Dienstleistungsbereich deutlich nach oben, so der Verband in seinem nun vorgelegten Jahresbericht. Grund dafür war das für Online-Shops sehr erfolgreiche Weihnachtsgeschäft. "Es gibt unverkennbare Hinweise für eine Verbesserung des ökonomischen Klimas. In vielen Branchensegmenten zeigt das Wirtschaftsbarometer wieder nach oben", sagte dmmv-Präsident Rainer Wiedmann. Deutlich mehr Aufträge können Firmen für Dienstleistungen und Standardsoftware verbuchen. Bis zum 3. Quartal des Vorjahres war dieses Segment besonders von der Krise betroffen. Die Konsequenz: Massenentlassungen.

Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem Branchen-Umsatz von knapp 65 Milliarden Euro. Da die Zahlen zum ersten Mal in dieser Form erhoben wurden, liegen keine Vergleichswerte vor. Den größten Teil des Umsatzes steuern mit rund 26 Milliarden Euro die Dienstleistungsunternehmen bei. Insgesamt beschäftigen die Unternehmen in der Internet- und Multimedia-Branche rund 560.000 Mitarbeiter.

"An der Digitalisierung der Gesamtwirtschaft kommt über kurz oder lang keiner vorbei", übt sich Wiedmann in Optimismus. Ein großes Problem für die Firmen sei nach wie vor die Software-Piraterie. Delikte in diesem Bereich würden noch immer bagatellisiert, mahnte der Verband. Allein in Deutschland entstehe durch die illegale Nutzung von Software und anderen Inhalten ein Schaden von angeblich 700 Millionen Euro jährlich. (tol)