Comdirect macht schmalen Gewinn
Dank massiver Einsparungen verbuchte der Online-Broker 298.000 Euro als Gewinn vor Steuern.
Kostensenkungen sollen Comdirect aus dem Reich der roten Zahlen bringen. Im vergangenen Quartal ist die Strategie des Online-Brokers anscheinend aufgegangen -- zumindest vor Steuern: Da erzielte das Unternehmen ein Plus von 298.000 Euro und liegt damit nach eigenen Angaben um 20 Millionen Euro besser als vor einem Jahr.
Besonders bei den Verwaltungsaufwendungen konnte Comdirect einsparen, und zwar 30 Millionen Euro gegenüber den 69 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das betreute Kundenvermögen erhöhte sich im vergangenen Quartal laut Unternehmensangaben um rund 2,8 Prozent auf 9,250 Milliarden Euro. Das Depotvolumen stieg um 5,6 Prozent auf 7,072 Milliarden Euro. Dagegen sank das Einlagevolumen um 5,4 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro.
Rund 1,4 Millionen Transaktionen meldet der Online-Broker für die ersten drei Monate 2002, rund 300.000 weniger als im Quartal zuvor. Dadurch ergaben sich leicht sinkende Provisionsüberschüsse. Sie beliefen sich auf 21,9 Millionen Euro gegenüber 29,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 1.220 Mitarbeiter, 71 weniger als am Jahresende 2001. (anw)