Der Hamburger Senat möchte mehr IT-Firmen
Hamburgs neuer Wirtschaftssenator Gunnar Uldall will die Hansestadt stärker als IT-Standort profilieren.
Hamburgs neuer Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) will die Hansestadt stärker als IT-Standort profilieren. Auslöser für diesen Wunsch ist eine Studie der Unternehmensberatung KPMG: "Hamburg ist noch nicht an der nationalen Spitze der IT-Standorte; mit dem vorgelegten Handlungskonzept hat Hamburg aber die Chance, die Weichen noch stärker in Richtung zukunftsweisender Technologien zu stellen", sagte Klaus Stolberg von KPMG zum Ergebnis der Studie.
Die Studie benennt angeblich Handlungsfelder, welche die Wirtschaftspolitik der Stadt beeinflussen sollte, um mehr Unternehmen der Informationstechnologie in die Stadt zu holen. Uldall erklärte nach der Lektüre, dass er nun das IT-Qualifizierungsangebot ausbauen und das Branchennetzwerk Hamburg Newmedi@twork um den Bereich IT erweitern wolle. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt wies der Senator aber die Forderung nach mehr Fördergeldern zurück: "Es wird keinen Subventionierungswettlauf zwischen Hamburg und Berlin geben."
Unklar bleibt, was Uldall konkret tun möchte. Die Initiative Hamburg Newmedi@twork besteht seit vier Jahren und wird von Wirtschaftsbehörde, Wirtschaftsförderung und dem Förderkreis Multimedia der Privatwirtschaft unterstützt. Von den heute 300 Mitgliedsunternehmen sind bereits rund 40 Prozent der IT-Industrie zuzurechnen. Die KPMG-Studie liegt mit der Einstufung "intern" in der Schublade des Senators. Bislang hat kaum jemand außerhalb seiner Behörde einen Blick darauf werfen können. (tol)