Vodafone übernimmt Vizzavi vollständig [Update]
Das mobile Portal ist als Gemeinschaftsprojekt mit Vivendi gescheitert.
Der britische Mobilfunkunternehmen Vodafone hat wie vermutet dem französischen Medienkonzern Vivendi die restlichen 50 Prozent an der gemeinsamen Internet-Tochter Vizzavi abgekauft. Vizzavi betreibt ein Multimedia-Portal, über das mobile Nutzer Inhalte wie Filme und Musik herunterladen können. Seine volle Wirkung soll es in der nächsten Mobilfunkgeneration UMTS entfalten.
Darauf wollten die Franzosen nun wohl nicht mehr warten, nachdem das Portal im vergangenen Jahr nichts als einen Verlust von 386 Millionen Euro gebracht hat. Vodafone will das Portal für den Ausbau eigener Unterhaltungsangebote nutzen, sich dabei aber von dem kryptischen Namen lösen. Erhalten bleibt Vizzavi allerdings in Frankreich -- im Stammland von Vivendi geht das Portal vollständig ins Eigentum des krisengeschüttelten französischen Mischkonzerns über.
Die Briten zahlen bei dem Deal nach eigenen Angaben 142,4 Millionen Euro und sind dafür fortan für den Vizzavi-Schuldenberg alleine verantwortlich. Zurzeit arbeiten 450 Beschäftigte bei Vizzavi. (tol)