Cray-Chef Haydock nimmt seinen Hut
Mike P. Haydock hat andere Vorstellungen über die Pläne des Unternehmens als der Vorstand.
Mike P. Haydock räumt den Chefsessel beim Supercomputerhersteller Cray. Seine Vorstellungen darüber, wie das Unternehmen wieder zum Marktführer werden könne, stimmten laut Mitteilung nicht mit denen des Vorstandes überein. Weiter heißt es, die im vorigen Herbst gefassten Pläne für 2002 würden beibehalten, um insbesondere wieder Gewinne zu machen.
Im vergangenen Jahr verbuchte Cray bei einem Umsatz von 133,6 Millionen US-Dollar (154 Millionen Euro) einen Nettoverlust von 35,3 Millionen US-Dollar (41 Millionen Euro). Im Jahr 2000 betrug der Umsatz 118,1 Millionen US-Dollar bei einem Verlust von 25,4 Millionen US-Dollar. Haydock, der erst am 1. Oktober 2001 von IBM zu Cray gewechselt war, ging bei der Vorstellung der letzten Geschäftsergebnisse im Februar von Gewinnen im zweiten Halbjahr 2002 aus.
James E. Rottsolk, ehemaliger Präsident und CEO, kehrt nun an die Spitze bei Cray zurück und sucht nach neuen Mitstreitern im Management. Nun gelte es, die Entwicklung des Großrechner-Projektes SV2 bis zur Jahresmitte abzuschließen und dann am Nachfolger des Cray SV2e zu arbeiten. Außerdem sollen die Cray SX-6 Supercomputer für Industrie, Wetterdienste und andere Kundenkreise mit erhöhtem Rechenbedarf besser verkauft werden, meint Rottsolk. (anw)