Bundesregierung will Fluthilfe über Internet koordinieren
Mit einer Positivliste im Internet will die Bundesregierung spendenwillige Bürger und hilfsbedürftige Familien, Unternehmen und Sozialeinrichtungen in den Flutgebieten zusammenbringen.
Mit einer Positivliste im Internet will die Bundesregierung spendenwillige Bürger und hilfsbedürftige Familien, Unternehmen und Sozialeinrichtungen in den Flutgebieten zusammenbringen. Die Leiterin des Hochwasser-Krisenstabs der Bundesregierung, Innen-Staatssekretärin Brigitte Zypries, sagte der "Berliner Zeitung" (Samstag), sie habe die Bundesländer aufgefordert, Listen von Hilfsbedürftigen zusammenzustellen und im Internet zu veröffentlichen. "Bei mir rufen viele Leute oder Unternehmen an, die für konkrete Projekte spenden wollen. Die möchte ich gerne mit denen zusammenbringen, die konkret Hilfe benötigen", sagte Zypries.
So könnten Patenschaften etwa zwischen Vereinen entstehen. "Solche Formen der Bürgerhilfe fände ich auch im Sinne der Verständigung zwischen den Menschen sehr schön", betonte die Staatssekretärin. Zugleich verwies Zypries darauf, dass die Bundesregierung die Einrichtung einer Datenbank veranlasst habe, die den Missbrauch von Hilfsleistungen einschränken soll. "Das ist eine der Lehren, die wir aus dem Oder-Hochwasser gezogen haben, wo die Verteilung manchmal ungenau war und man später wieder Geld zurückfordern musste."
Das Bundesinnenministerium habe eine Software in Auftrag gegeben, die Ende nächster Woche ausgeliefert werde. Damit würden Fragebögen erstellt, die auflisten, wie viel ein Betroffener aus der Soforthilfe des Bundes, aus Spenden, Krediten oder Sachleistungen bekommt. Die Hilfsorganisationen könnten die Daten abgleichen. "Das wird den Missbrauch von Hilfsleistungen sehr stark einschränken", sagte Zypries. (dpa)/ (gr)