Erste EindrĂĽcke von T-Mobiles neuem Smartphone

Der Mobile Digital Assistant von T-Mobile soll PDA und Handy ersetzen und dank GPRS jederzeit mobiles Surfen bieten.

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Der von T-Mobile angekündigte Mobile Digital Assistant (MDA), eine Kombination aus Multimedia-Handheld und GPRS-fähigem Handy, stammt vom taiwanesischen Unternehmen HTC und entspricht weitgehend dem xda von O2 (vormals Viag Interkom). Wir konnten bereits ein Vorserienexemplar des MDA begutachten.

Das für Pocket-PC-PDAs recht schmale, aber schwere Gerät ist mit einem 206-MHz-Strong-ARM-Prozessor, 32 MByte Arbeitsspeicher und 32 MByte FlashROM ausgestattet. Das kontrastreiche TFT-Farbdisplay mit einer Auflösung von 240 × 320 Pixeln stellt bis zu 4096 Farben dar. Der Stift für die Bedienung des Touchscreens steckt in der rechts oben herausragenden Antenne. Kontakt zum PC oder anderen Mobilgeräten nimmt der MDA per USB-Kabel oder einer IrDA-Schnittstelle auf. Der Kurzstreckenfunk Bluetooth fehlt leider.

Als Betriebssystem kommt Microsofts Pocket-PC 2002 in der Phone-Edition zum Einsatz, das außer den üblichen Applikationen auch eine gut in das System integrierte Telefon-Software enthält. Eine Telefonnummer wird über die große virtuelle Zehnertastatur auf dem Display oder direkt aus dem Adressverzeichnis gewählt. Rufnummern lassen sich auch per Copy & Paste etwa aus Kurzmitteilungen oder E-Mails heraus anwählen. Ein SIM-Manager importiert die Kontakte von der Telefonkarte.

Den Internetzugang richtet man wahlweise per Funkmodem (CSD) oder GPRS (General Packet Radio Service) ein. Mehrere Zugänge verwaltet der MDA über Verbindungsprofile. Zum Surfen steht der Pocket-PC-Internetexplorer bereit, der immerhin ein Viertel einer Standard-Webseite (VGA-Auflösung 640 × 480 Pixel) sauber darstellt und auch mit WAP-Seiten gut zurechtkommt. WAP-Seiten schonen beim Surfen per GPRS spürbar das Portemonnaie, da sie erheblich weniger Transfervolumen beanspruchen.

Ab Juni will T-Mobile den MDA auf den Markt bringen, einen Preis nannte der Mobilfunkbetreiber noch nicht. O2 wollte den xda ursprĂĽnglich schon nach der CeBIT ausliefern, verschob den Verkaufsstart dann jedoch ebenfalls auf Anfang Juni. (rop)