Neue MO-Technik bringt 3 GByte auf 2-Zoll-Scheiben
Matsushita und Canon haben auf dem Magneto-optical Recording International Symposium (MORIS) 2002 eine neue Aufzeichnungstechnik fĂĽr magneto-optische Speicherlaufwerke vorgestellt, deren Speicherdichte damit fast an die der Blu-ray Disc heranreicht.
Matsushita und Canon haben auf dem Magneto-optical Recording International Symposium (MORIS) 2002 eine neue Aufzeichnungstechnik für die magneto-optische Speicherung vorgestellt, die eine fast viermal höhere Speicherdichte erlaubt als bei den aktuellen 3,5-Zoll-Laufwerken mit 2,3 GByte.
Auf den neuen Medien lässt sich mit etwa 15 GBit pro Quadratzoll etwa die doppelte Aufzeichnungsdichte wie bei einer Dual-Layer-DVD erreichen beziehungsweise fast schon die Dichte der gerade erst spezifizierten Blu-ray-Disc (18 GBit pro Quadratzoll für das 25-GByte-Medium). Bei der Blu-ray Disc ist zur Erzielung dieser Speicherdichte aber ein kurzwelliger 405-nm-Laser nötig, während die neue MO-Technik mit herkömmlichen, also preiswerten 660-nm-Lasersystemen auskommt.
Die Erhöhung der Speicherdichte beruht auf einem laut AsiaBizTech schon produktionsreifen Verfahren namens Domain Wall Displacement Detection (DWDD). Während auch bei anderen optischen Aufzeichnungsmethoden der Durchmesser des abtastenden Laserstrahls größer als ein informationstragendes Element sein kann (bei DVD-RAM etwa Faktor 2, bei der aktuellen MO-Technik bis Faktor 2,8), gelingt es mittels DWDD, diesen Faktor auf 7,92 hoch zu treiben. Ausgenutzt wird dabei ein dynamischer Verstärkungseffekt, der bei der Erwärmung der Medienoberfläche durch den Lese-Laser entsteht. (gr)