Insolvenzverfahren für Software-Unternehmen BRAIN eröffnet
Der Geschäftsbetrieb beim Entwickler von spezieller Software für Unternehmen soll weltweit uneingeschränkt weitergeführt werden.
Für das am Neuen Markt notierte Software-Unternehmen BRAIN International AG in Breisach ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Im Rahmen der seit dem 5. Juli geltenden vorläufigen Insolvenz sei es nicht gelungen, das Unternehmen zu sanieren, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Montag. Es seien aber einige Gespräche mit Investoren geführt worden, die fortgesetzt werden und in den kommenden Monaten enden sollen.
Von dem Insolvenzverfahren sind nach Unternehmensangaben neben der BRAIN International AG auch die Gesellschaften BRAIN Automotive Solutions GmbH und BRAIN Industries Solutions GmbH betroffen. Seit Anfang Juli habe der Konzern an einem Restrukturierungs- und Sanierungskonzept gearbeitet, hieß es. Während der vorläufigen Insolvenz habe BRAIN einige neue Kunden gewinnen können, insbesondere in den USA. Der Geschäftsbetrieb werde weltweit uneingeschränkt fortgeführt.
BRAIN ist ein Hersteller von betriebswirtschaftlicher Software für Unternehmen aus speziellen Branchen, darunter die Automobilindustrie. Die Gruppe beschäftigt weltweit 900 Mitarbeiter. In den drei von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften arbeiten etwas mehr als 500 Beschäftigte. Großaktionäre von BRAIN sind die Münchner Wertpapierhandelsbank Baader mit knapp 40 Prozent Anteil und der Firmengründer und frühere Vorstandschef Kurt Rembold mit etwa 15 Prozent. Umsatzeinbrüche im zweiten Quartal, vor allem in Deutschland, hatten das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. (anw)