T-Mobile zufrieden mit Geschäftsjahr 2001

Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom blickt auf erfreuliche Geschäftszahlen. Und schon bald werde sich der milliardenschwere Zukauf von Voicestream in den USA auszahlen.

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  • Torge Löding

Die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom blickt auf ein nach eigenen Angaben erfreuliches viertes Quartal und Gesamtgeschäftsjahr 2001 zurück. "Wir haben unsere Position im internationalen Mobilfunkgeschäft erheblich ausgebaut", so T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke. Der Umsatz von T-Mobile International konnte um mehr als 40 Prozent von 10,4 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 14,6 Milliarden Euro gesteigert werden.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vorjahresvergleich von 1,5 Milliarden Euro um mehr als das Doppelte auf 3,1 Milliarden Euro. Ohne die Einbeziehung von Voicestream in den USA liegt das EBITDA fĂĽr 2001 bei 3,4 Milliarden Euro. Herausragend war das vierte Quartal mit einem EBITDA von knapp einer Milliarde Euro. Voicestream konnte seinen Verlust mit 71 Millionen Euro immerhin weiter verringern.

"Für Voicestream ist das Jahr hervorragend gelaufen", so Ricke. Schon bald werde sich der milliardenschwere Zukauf von Voicestream in den USA auszahlen. Im ersten Quartal werde das amerikanische Unternehmen in die schwarzen Zahlen kommen. Bis zum Jahresende wolle der GSM-Mobilfunkbetreiber seine Kundenzahl um zwei Millionen auf neun Millionen erhöhen. Gegenwärtig rangiert Voicestream auf Platz 6 unter den US-Mobilfunkbetreibern.

Einen guten Start ins neue Jahr hatten nach Angaben des Finanzchefs der T-Mobile International AG, Thomas Winkler, auch die übrigen großen Mobilfunktöchter T-Mobile Deutschland, One2One (Großbritannien), max.mobil (Österreich) und RadioMobil (Tschechien). Zahlen zum Ergebnis nach Steuern nannte er allerdings nicht.

Rund die Hälfte aller Mobilfunkkunden der Telekom entfallen auf die deutsche T-Mobile mit 23 Millionen, gefolgt von One2One (10,4 Millionen) und Voicestream (7 Millionen). Vom Konkurrenten Vodafone übernahmen die Bonner in Deutschland im vergangenen Jahr die Marktführerschaft. Entschieden widersprach Ricke Berichten, T-Mobile habe erst später die Handysubventionen heruntergefahren. (tol)