Abgeordnetenwatch verzeichnet deutliche Steigerung der Besucherzahlen
Laut Betreiber wurden 2008 mehr als 2,8 Millionen individuelle User gezählt, die sich bei abgeordnetenwatch.de über Parlamentarier informierten. Gefragtester Politiker war im vergangenen Jahr ein SPD-Mann.
Die Zahl der Besucher der Website abgeordnetenwatch.de hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Laut Betreiber wurden 2008 mehr als 2,8 Millionen individuelle User gezählt, die sich über Parlamentarier informierten, fast eine Million mehr als 2007. Die Zahl der Seitenaufrufe habe sich innerhalb dieses Zeitraums auf knapp 29 Millionen verdoppelt. Ingesamt wurden fast 26.500 Fragen an Europa- und Bundestagsabgeordnete sowie Kandidaten mehrerer Landtagswahlen gestellt, beantwortet wurden immerhin fast 23.000.
Gefragtester Parlamentarier war im vergangenen Jahr der SPD-Bundestagsabgeordnete Dieter Wiefelspütz. Kein Politiker erhielt mehr Fragen, keiner antwortete häufiger. Auch Linke-Fraktionschef Gregor Gysi, Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble standen häufig Rede und Antwort. Dagegen hat nach Angaben der Betreiber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei abgeordnetenwatch.de bisher den direkten Dialog verweigert.
Seit dem heutigen Dienstag können auch Fragen an knapp 270 Direktkandidaten für die Landtagswahl in Thüringen am 30. August gestellt werden. Die Zahl der sich beteiligenden Kandidaten werde noch steigen, erklärte der Mitgründer von Abgeordnetenwatch, Gregor Hackmack. Seinen Angaben zufolge will der hinter dem Angebot stehende gemeinnützige Verein Parlamentwatch e.V. das Portal gern in allen Bundesländern im Dauerbetrieb etablieren. Dies sei allerdings eine Frage der Finanzierung, sagte Hackmack. (pmz)