Wertpapierhandelsbank Baader verkaufte BRAIN-Aktien
Die MĂĽnchner Wertpapierhandelsbank besitzt seit Anfang Juli statt 40 Prozent nur noch 10 Prozent der BRAIN-Anteile.
Die Münchner Wertpapierhandelsbank Baader hat einen Großteil ihrer Anteile am insolventen Software-Unternehmen BRAIN verkauft. Bereits am 2. Juli habe die Bank ihr Aktienpaket von knapp 40 Prozent auf unter 10 Prozent verkleinert, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Am Montag war bekannt worden, dass das Insolvenzverfahren gegen die am Neuen Markt notierte BRAIN International AG eröffnet wurde.
Ein Sprecher des Software-Produzenten in Breisach führte die Insolvenz unter anderem auf die Entscheidung von Baader zurück: "Wenn die Bank zu uns gehalten hätte, wäre es nicht so gelaufen." BRAIN habe zwar 10 bis 15 Prozent unter Plan gelegen, hätte sich aber retten können, wenn die Bank nicht die Kreditlinien gekündigt hätte, sagte der Firmensprecher.
BRAIN ist ein Hersteller von betriebswirtschaftlicher Software für Unternehmen aus speziellen Branchen, darunter die Automobilindustrie. Die Gruppe beschäftigt weltweit 900 Mitarbeiter. In den drei von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften arbeiten etwas mehr als 500 Beschäftigte. (dpa) / (anw)