Fast fünfzig Millionen Europäer online
Online-Marktforschern zufolge hat Europa in den letzten beiden Jahren einen steilen Anstieg an privaten Internet-Neuzugängen erlebt.
Den Online-Marktforschern von Nielsen/NetRatings zufolge konnten um die Jahreswende bereits annähernd 7,2 Prozent der rund 864 Millionen Einwohner Europas von zu Hause aus aufs Internet zugreifen.
Etwa 49 Millionen Europäer mit eigenem Internet-Zugang – das entspricht einem Zuwachs um satte 12,4 Prozent des vorigen Bestandes vom zweiten aufs vierte Quartal des Jahres 2001. In diesem Zeitraum haben nach Nielsen/NetRatings 17,4 Mio Menschen in Europa erstmals Zugang zum internationalen Datennetz bekommen. Davon wohnen allein 10,2 Mio im Kern Mitteleuropas – sprich in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 3,8 Millionen der Netz-Neubürger stellt Südeuropa. Mit nur 2,3 Mio Neuzugängen erweisen sich das vereinigte Königreich (UK) und Irland nicht gerade als große Internet-Zuwachsregion. 1,1 Mio Neu-Netizens befinden sich im skandinavischen Raum.
Angesichts der Zuwachsverteilung wundert es nicht, dass Deutschland, Österreich und die Schweiz derzeit gemeinsam rund die Hälfte aller Internet-Teilnehmer Europas mit heimischem Netzzugang stellen.
Im größeren Rahmen gesehen steigt die Anzahl der Internetzugänge nicht ganz so steil, aber doch kontinuierlich an: Von Anfang 2000 bis Ende 2001 verzeichneten Europa, der Nahe Osten und ganz Afrika gemeinsam einen Zuwachs von 19,5 Prozent des vorigen Bestandes an Haushalten mit Anbindung ans Datennetz. Viele der jetzt mit dem Internet verbundenen Computer sind offenbar vorwiegend oder zumindest auch für diesen Zweck angeschafft worden – nach den Untersuchungen von Nielsen/NetRatings haben nämlich von Mitte 2000 bis Ende 2001 zusätzliche sieben Prozent aller Haushalte in der betrachteten Weltregion einen PC erworben. (psz)