Abo und ein Euro für Premiere-Decoder

Der Bezahlsender Premiere World will sich mit einer neuen Verkaufsstrategie aus seiner Finanzmisere befreien.

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Von
  • Egbert Meyer

Der Bezahlsender Premiere World will sich mit einer neuen Verkaufsstrategie aus seiner Finanzmisere befreien. Wie der neue Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler der Süddeutschen Zeitung sagte, sollen digitale Geräte, mit denen der Abo-Kanal zu empfangen ist, ab sofort bei einer Handelskette zum Preis von einem Euro erhältlich sein. Dies gelte vorerst für Satelliten-Decoder und nur in Kombination mit einem Zwei-Jahres-Abo. Zugleich erteilte Kofler früheren Mietverträgen eine Absage. Diese hätten viele Zuschauer abgeschreckt. "Mietgeräte sind eine halbe Sache, die neuen Geräte gehören den Kunden". Zudem seien "niedrigere Einstiegspreise" für neue Abonnenten geplant.

Erst vor kurzem hatte der Abo-Sender, der Anlaufverluste in Höhe von rund 4 Milliarden Euro beklagt, angekündigt, dass er sich künftig nicht mehr allein auf die hauseigene d-box stützen will, sondern sich auch Geräten anderer Hersteller öffnet. In der Begründung hieß es, die Geräteindustrie rechne damit, 2002 mindestens 1,2 Millionen digitale Satellitenreceiver in Deutschland zu verkaufen. Davon sollten möglichst viele auch Premiere empfangen können. (em)