Argentinienkrise verhagelt der Telefonica das Geschäft
An der spanischen Telefonica geht die Flaute auf dem Telekommunikations-Markt nicht vorbei. FĂĽr das erste Quartal legte der Konzern ein ĂĽberaus schwaches Ergebnis vor.
Auch an der spanischen Telefonica geht die Flaute auf dem Telekommunikations-Markt nicht vorbei. Für das erste Quartal legte der Konzern ein überaus schwaches Ergebnis vor -- im Gegensatz zur Mobilfunk-Tochter Telefonica Moviles, die vor wenigen Tagen mit guten Zahlen überraschte. Der Nettogewinn schrumpfte in den vergangenen drei Monaten im Vorjahresvergleich um 72 Prozent auf 121,1 Millionen Euro. Dafür machte das Unternehmen vor allem die politische und ökonomische Krise in Argentinien verantwortlich.
Die Abwertung des Peso und das schlechte Geschäft drückten den Quartals-Umsatz um 570,2 Millionen Euro. Telefonica habe mit insgesamt 7,4 Milliarden Euro 2,4 Prozent weniger umgesetzt als noch vor einem Jahr. Ohne Argentinien wäre der Umsatz um 5,8 Prozent und der Überschuss um 10,1 Prozent gestiegen, verlautete es aus Madrid.
Beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) rutschte Telefonica den Angaben zufolge im Jahresvergleich in die roten Zahlen. Hier wies der Konzern ein Minus von 143 Millionen Euro nach einem Plus von rund 524 Millionen Euro im Vorjahresvergleich aus. Der Kurs der Telefonica-Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen sowohl an der Börse in Madrid als auch in Frankfurt zu. (tol)