Telefonica besinnt sich auf bescheidenes Wachstum

Beim spanischen Telekom-Riesen ist die Zeit der Fusionen und Aufkäufe anscheinend vorbei.

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Die Wortkombination "organisches Wachstum" ist derzeit häufiger zu lesen, wenn es um die Pläne von IT-Unternehmen geht, die schwierigen Zeiten zu überstehen. Auch beim Telekom-Konzern Telefonica ist die Zeit der Fusionen und Aufkäufe anscheinend vorbei. Wie der Schweizer Tagesanzeiger berichtet, will sich das spanische Unternehmen aus der Alpenrepublik zurückziehen und künftig ganz auf organisches Wachstum konzentrieren.

Telefonica-Chef Cesar Alierta sagte laut dem Bericht, die Zeit der spektakulären Fusionen und Firmenkäufe sei vorbei. Sein Unternehmen werde sich auch nicht um die französischen UMTS-Lizenzen bewerben. In Italien sollen die UMTS-Investitionen deutlich reduziert werden. Die Pläne für Österreich und Schweiz stünden noch nicht fest.

Bevor der "Internationalisierungsstopp" in Kraft tritt, schließt Telefonica noch ein Geschäft mit dem mexikanischen Mobilfunkunternehmen Pegaso ab. Telefonica übernimmt für 81 Millionen Euro 65 Prozent der Pegaso-Aktien, aber auch die Schulden in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Von Pegaso versprechen sich die Spanier laut dem Tagesanzeiger ein Wachstum von 21 Prozent. Ende Januar war Telefonica noch in Deutschland aktiv und kaufte den SDSL-Anbieter HighwayOne. (anw)