Preise für europäische Stadtportale
Unter 130 begutachteten Internet-Angeboten schnitten von den deutschen die Portale von Berlin, Stuttgart und Bremen am besten ab.
Kopenhagen besitzt das beste Internet-Stadtportal. Berlin kam bei der Bewertung der Initiative European E-City Award auf den zweiten, Stuttgart auf den dritten Platz. Auf dem vierten Platz landet Bremen. Kopenhagen habe sich mit einer übersichtlichen Struktur, einem schlichten Design, einer benutzerfreundlichen Navigation und einer Sammlung vorbildlicher Links vor 129 anderen Stadtportalen durchgesetzt, heißt es in der Begründung zur Preisverleihung. Erstellt wurde die Studie, die heute in Wien präsentiert wurde, vom Münchner Beratungsunternehmen Eckart & Partner, dem Marketinginstitut der Universität München und den Wiener Stadtwerken.
Gesamtsieger Kopenhagen hat auch in der Kategorie "Bürger" die Nase vorn und siegte vor Aarhus. Rang drei ging an den Internetauftritt von Stuttgart. Wiederum Kopenhagen, gefolgt vom Auftritt der Stadt Köln, belegten in der Kategorie "Unternehmen" hinter Berlin die Plätze zwei und drei. In der Kategorie "Touristen" sicherten sich Hamburg und Berlin den zweiten und dritten Platz. Hier siegte das Portal der schwedischen Hauptstadt Stockholm.
Dresden erhält für den Notauftritt im Internet während der Flutkatastrophe den Sonderpreis. Die Jury würdigte damit die außerordentliche Leistung des städtischen Internetauftritts in einer Notsituation. In 12 Tagen wurden dort etwa 3,2 Millionen Seitenzugriffe registriert. Zudem gingen rund 1.200 E-Mails ein -- von Anfragen und Mut machenden Texten über lobende Worte bis zu Hilfsangeboten. Oberbürgermeister Ingolf Roßberg darf sich endlich einmal wieder freuen: "Dieser Preis bestätigt, dass die Stadt und ihre Partner trotz Stromausfall in der Lage waren, über das Internet eine schnelle und unkomplizierte Information zu gewährleisten. Die Nutzungszahlen zeigen, dass für die Bewältigung einer Katastrophe das Internet eine unverzichtbare Funktion darstellt."
Der European E-City Award wird jährlich an das beste Internet-Stadtportal in Europa verliehen. Die Benchmarkstudie bewertete in diesem Jahr anhand von 1.078 Kriterien die Internet-Auftritte von 130 europäischen Großstädten aus 29 Ländern aus der Sicht von Bürgern, Touristen und Unternehmen. Die Kriterien gliedern sich in die Bereiche Zielgruppen, Bedarfsfelder und weitere Einzelkriterien. Insgesamt gab es also 280.280 Einzelbewertungen. Der Internet-Auftritt Magdeburgs, für die Initiative D21 nutzerfreundlichste "digitale Hauptstadt", wurde bei der Studie nicht berücksichtigt. (anw)