France Telecom über Auslands-Beteiligungen enttäuscht

France-Telecom-Chef Le Bon kündigte an, in der nächsten Bilanz die Differenz zwischen dem Einkaufspreis der Beteiligungen und ihrem aktuellen Wert zu berücksichtigen.

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  • dpa

France Telecom ist von ihrer Beteiligung an der deutschen Telefongesellschaft MobilCom "enttäuscht". Auch der britisch-amerikanische Kabelnetzbetreiber NTL habe die Erwartungen nicht erfüllt, sagte France Telecom-Chef Michel Bon der französischen Tageszeitung Le Monde. Bei der Bilanzvorlage am 21. März werde man "die Konsequenzen daraus ziehen müssen". Le Bon kündigte eine "Operation Wahrheit" an, die die Differenz zwischen dem Einkaufspreis der beiden Beteiligungen und ihrem aktuellen Wert berücksichtigen werde. Eine Wertberichtigung der France Telecom-Mobilfunktochter Orange hat Bon hingegen abgelehnt.

France Telecom, an dem der französische Staat zu 54 Prozent beteiligt ist, könne angesichts seiner Einnahmen von 43 Milliarden Euro seine Schuldenlast von über 60 Milliarden Euro "ohne Schwierigkeiten verkraften", sagte Bon. Der Streit mit France Telecom um den UMTS-Einstieg hat sich nach einer Aufsichtsratssitzung von MobilCom deutlich entspannt. France Telecom will angesichts der hohen Verschuldung das Engagement in Deutschland etwas bremsen und die UMTS-Investitionen strecken. (dpa) / (anw)