Bericht: Fünf Interessenten für Microsoft-Agentur

Die Werbekonzerne WPP, Omnicom, Publicis, Interpublic und Dentsu sprechen laut "Wall Street Journal" mit dem Softwarekonzern über eine Übernahme von Razorfish.

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  • dpa

Der Softwarekonzern Microsoft ist einem Zeitungsbericht zufolge mit fünf der weltgrößten Werbekonzerne im Gespräch über den Verkauf seiner Online-Marketingagentur Razorfish. Bereits kommende Woche könnten etwa mit dem britischen Branchenriesen WPP vertiefte Prüfungen der Bücher von Razorfish beginnen, berichtet heute das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider.

Im Zuge der sechs Milliarden Dollar schweren Übernahme der amerikanischen Online-Werbefirma aQuantive hatte Microsoft 2007 auch Razorfish bekommen. Microsoft will sich laut Medien unter anderem auch wegen interner Überschneidungen mit anderen Konzerntöchtern von Razorfish trennen. Ein Verkauf gilt aber noch nicht als sicher.

Im Gespräch sei Microsoft auch mit den WPP-Rivalen Omnicom Group, Publicis, Interpublic Group und Dentsu, so die Zeitung. Das Geschäft könnte dem Bericht zufolge auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Microsoft und dem Käufer einschließen. Für die Agenturen berge dies aber das Risiko einer zu großen Nähe zu dem Software-Riesen, die manche Werbekunden irritieren könnte.

Razorfish mit Kunden wie Mercedes-Benz USA oder Mattel erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 400 Millionen Dollar (286 Millionen Euro) Umsatz. Den wegen der aktuellen Werbekrise stark schwankenden Schätzungen zufolge könnte die Agentur mit mehr als 2000 Mitarbeitern zwischen 400 Millionen und gut 700 Millionen Dollar wert sein. (dpa) / (anw)