Reisemarkt online -- das große Geschäft lässt auf sich warten
Reisen steht bei den Deutschen nach wie vor hoch im Kurs, aber online buchen nur wenige.
Knapp die Hälfte aller deutschen Internet-Anwender nennt Reisen/Urlaub als persönliches Interessengebiet. Damit rangieren die schönsten Wochen des Jahres nach Computern, Musik, Freunden und Lesen immerhin auf Platz fünf der Hitliste im Web. Viele Surfer nutzen die Reiseportale auch eifrig, um sich mit Informationen über fremde Länder, Sitten und Gebräuche zu versorgen -- online buchen jedoch nur wenige, haben die Unternehmensberater von Fittkau & Maaß herausgefunden. Über die Gründe zerbrechen sich die Reiseveranstalter seit langem die Köpfe.
Wollten im Frühjahr 2000 noch 45,5 Prozent der reiselustigen Surfer ihren Urlaub im Web buchen, betrachten heute nur noch 36,6 Prozent den Klick auf den OK-Button der Reiseveranstalter als passablen Weg in die Ferien. Den meisten Nutzern fehlen passende, attraktive Reiseangebote und 27,2 Prozent der Befragten vermissen die persönliche Beratung. Fast genauso viele potenzielle Kunden machen sich Sorgen über die Sicherheit im Online-Zahlungsverkehr. Immerhin 23,5 Prozent fragen sich, ob die Reise per Mausklick dann tatsächlich auch verbindlich gebucht ist.
Etwas besser sieht es bei bei den einfachen Reiseangeboten wie Bahn- und Flugtickets, Hotelzimmer und Mietwagen aus. Rund 30 Prozent der Kunden, die sich online informieren, buchen auch. Fittkau & Maaß befragte für den W3B-Report Reisen im Internet 96.611 Internet-Nutzer und über 70 führende Web-Anbieter. (ku)