IT-Stellenmarkt erholt sich nur langsam
Im März stieg die Zahl der IT-Offerten in 40 Tageszeitungen und der Computerwoche auf 2946, nachdem im Februar 2768 Jobs ausgeschrieben waren.
Trotz der immer noch anhaltenden Entlassungen gibt es auf dem IT-Stellenmarkt auch einen leichten Hoffnungsschimmer: Im März stieg die Zahl der IT-Offerten in 40 Tageszeitungen und der Computerwoche auf 2946, nachdem im Februar 2768 Jobs ausgeschrieben waren. Deutlich trauriger sieht die Situation allerdings aus, wenn man die von den Adecco/EMC-Marktforschern im Auftrag der Computerwoche erhobenen Zahlen für das erste Quartal 2002 mit denen des Vorjahres vergleicht: Um 70 Prozent sank die Anzahl der IT-Stellenanzeigen von 28.820 auf 8528 -- was in vielen Bereichen bedeutet, dass nicht mehr händeringend nach einigermaßen passendem Personal gesucht wird, sondern gezielt nach qualifizierten Fachkräften.
Für die größten Einbrüche im IT-Arbeitsmarkt sind die IT- und TK-Hersteller verantwortlich. Software- und IT-Beratungshäuser suchten in den ersten drei Monaten 2002 nur noch 2203 IT-Experten, gegenüber 9085 im Vorjahr. Noch mehr Zurückhaltung übt die Telekommunikationsindustrie: Mit 266 Stellen bietet sie gerademal ein Zehntel der 2629 Angebote im Vorjahr an; die hochfliegenden Hoffnungen in den "Jobmotor" erfüllen sich derzeit nicht.
Auch die Firmen anderer Branchen stellen weniger ein. Seit Jahresanfang suchten im Vergleich zum Vorjahr Maschinen- und Fahrzeugbau mit 525 IT-Experten knapp halb so viele neue Mitarbeiter, Banken und Versicherungen nur noch ein Drittel und die Elektronikindustrie 600 Offerten nur noch ein Viertel. Da erscheint der RĂĽckgang beim Ă–ffentlichen Dienst von 1671 auf 1049 Stellen fast gering.
Besonders stark trifft es die Internet-Spezialisten im Allgemeinen: Statt 2161 Offerten gab es im ersten Quartal dieses Jahres nur noch 264. Speziell E-Commerce-Experten wurden nur noch 45 Jobs angeboten, im Vorjahr waren es immerhin 517. Aber auch das Interesse an den zentralen IT-Berufen wie Anwendungsentwickler und Netzspezialisten sowie IT-Berater ging um ĂĽber 70 Prozent zurĂĽck. (anm)