Siemens arbeitet mit Motorola bei UMTS-Handys zusammen [Update]
Der MĂĽnchener Konzern will erst einmal UMTS-Handys des US-Konkurrenten unter eigenem Label verkaufen.
Siemens wird zum Start der UMTS-Mobilfunknetze erst einmal Handys des Konkurrenten Motorola unter eigener Marke verkaufen. Es sei eine Kooperation mit dem US-Konzern vereinbart worden, teilte Siemens am heutigen Montag mit. Motorola werde Ende des Jahres die ersten Geräte zur Verfügung stellen, die speziell für Siemens angepasst würden. Von Anfang 2004 an will Siemens dann eigene UMTS-Geräte auf den Markt bringen; in diese sollen dann UMTS-Chipsets von Motorola eingebaut werden.
Die Partnerschaft resultiert nach Einschätzung von Branchenkennern gegenüber dpa aus einem zeitlichen Rückstand von Siemens bei UMTS. Im Dezember hatte der Konzern einen Rückschlag erlitten, als die UMTS-Partnerschaft mit Toshiba wegen technischer Probleme auf Eis gelegt wurde. Siemens-Chef Heinrich von Pierer kündigte an, man werde dennoch bis 2003 UMTS-Handys in ausreichender Zahl zur Verfügung haben. Motorola wertete die Vereinbarung mit Siemens als "eindrucksvolle Bestätigung" seiner führenden Rolle bei UMTS. Die Zusammenarbeit mit Siemens werde zu einer schnelleren Akzeptanz von UMTS führen und daher allen Beteiligten nutzen. Ein Siemens-Sprecher schloss eine Intensivierung der Partnerschaft -- beispielsweise durch eine Zusammenlegung der Mobilfunkbereiche von Siemens und Motorola -- aber aus. (jk)