Dotusa.com nach Domainbetrug geschlossen
Rund 15.000 Internet-Nutzer wurden jeweils um 60 US-Dollar geprellt.
Auf Anordnung eines US-Gerichts wurde jetzt die Website www.dotusa.com offline gestellt. Wie CNN.com berichtet, haben die Inhaber nach dem Anschlag vom September 2001 auf das World Trade Center in etlichen Mails fĂĽr nicht existierende Domains geworben. Dabei handelte es sich um Domainnamen wie .usa, .brit oder .bet, die nicht durch die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) freigegeben sind.
Nach Darstellung der Federal Trade Commission (FTC) hätten insbesondere bei der erfundenen Domain .usa viele Personen wegen der Ähnlichkeit mit dem Länderkürzel der Vereinigten Staaten .us zugegriffen. Die Vergabe dieser Webadressen wird durch den amerikanischen Anbieter NeuStar geregelt. Erst nach der "Aktivierung" der Webauftritte hätten viele Nutzer gemerkt, dass sie einem Schwindel zum Opfer gefallen sind, schreibt CNN weiter.
Der durch den Betrug verursachte Schaden wird von der FTC auf eine Million US-Dollar geschätzt. Ob die über 15.000 geschädigten Nutzer ihre 60 US-Dollar pro bezahlter Domain jemals wiedersehen werden, ist fraglich. Aus diesem Grund will die FTC mit der britischen Wettbewerbsbehörde, der Office of Fair Trading, zusammenarbeiten, um den Geschädigten das Geld wiederzugeben. (daa)