Spekulationen ĂĽber MobilCom-Ausstieg von France Telecom
Im Vorfeld der Veröffentlichung der Halbjahresbilanz gerät der Vorstand von France Telecom auch durch Politiker unter Druck.
Im Vorfeld der Veröffentlichung der Halbjahresbilanz gerät der Vorstand der mit bis zu 70 Milliarden Euro verschuldeten France Telecom auch von Politiker-Seite unter Druck. So stellte der einflussreiche konservative Senator Gerard Larcher vom regierenden UMP-Bündnis laut Forderungen für einen "Rettungsplan" für das angeschlagene Unternehmen auf. Dazu gehört der Verkauf weiterer Aktien -- ein Schritt, den Vorstandschef Michel Bon strikt ablehnt. Das berichtet das Wall Street Journal.
"Die Regierung muss etwas tun, sie kann die Dinge nicht einfach so treiben lassen", zitiert die Zeitung Larcher. Zurzeit hält der französische Staat knapp 55 Prozent an dem ehemaligen Monopolisten. Beobachter sehen in dem Vorstoß auch einen weiteren Angriff auf den angeschlagenen Bon, dessen Stuhl derzeit erheblich wackelt.
Die Pariser Tageszeitung Le Figaro berichtet unterdessen, Bon habe das Wirtschaftsministerium davon ĂĽberzeugt, dass sein Unternehmen seine Beteiligung an der deutschen MobilCom verkaufen solle. Zurzeit halten die Franzosen 28,5 Prozent an dem BĂĽdelsdorfer Telecom-Unternehmen.
Im Gespräch mit der gleichen Zeitung zeigte sich MobilCom-Gründer Gerhard Schmid hingegen überzeugt davon, dass France Telecom am deutschen Markt bleiben wolle und MobilCom deshalb nicht fallen lassen werde. (tol)