Mini-CD-R Dataplay nimmt Gestalt an
Die Dataplay-Speicher sollen in nicht allzu ferner Zukunft den verbreiteten Flash-Formaten billige Konkurrenz machen.
Mit Dataplay geht es seit der CES sichtbar voran. Hersteller Imation präsentiert auf der CeBIT (Halle 21, Stand B29) die kleinen Silberscheiben im Plastikgehäuse im Einsatz mit einem Audio und einem Video-Player -- und diesmal ruckelt es nicht mehr. Im April sollen die 500-MByte-Münzen in den Vereinigten Staaten für rund zehn Dollar zu haben sein. In Europa können Interessenten sie erst im vierten Quartal für zehn bis fünfzehn Euro erwerben.
Eigentlich sind die Medien eine geschrumpfte Version der CD-R. Sie sind also nur einmal beschreibbar und verwalten neue Schreibvorgänge wie über multiple Sessions. Die Schreib- und Leserate liegt derzeit bei etwa einem Megabyte pro Sekunde, sodass USB für den Datentransfer völlig ausreicht. Dataplay arbeitet mit einem Kopier-Management-System namens ContentKey, das unter anderem erlauben soll, vorher gesperrte Daten durch Erwerb eines Schlüssels auf den Medien freizuschalten.
Neben den Medien selbst gibt es auch Imations Standardlaufwerke zu sehen. In einem streichholzschachtelgroßen Gehäuse sitzt wie bei einer Festplatte ein schwenkbarer Arm mit der Leselinse. Für den rauen Betrieb unterwegs liest die Optik vorab Daten in einen zwei bis vier Megabyte großen Puffer und schaltet dann den Motor ab, der die Scheibe dreht. Auf diese Weise, so verspricht Imation, bleibt der Stromverbrauch des DPMO-501A ungefähr so niedrig wie bei Compact Flash: Lesen/Schreiben 160 mW (bei 16 KByte/s gemessen) und 80 mW im Standby-Betrieb.
Auch Fotografen, die höhere Ansprüche an die Schreibgeschwindigkeit ihrer digtalen Filme stellen, sollen nach Markteinführung von DataPlay bedient werden. So sei ein mausgroßes Gerät angedacht, das per Knopfdruck ohne PC die geschossenen Fotos von Compact Flash auf Dataplay sichert, heißt es bei Imation. (cgl)