Stoiber will als Kanzler an Greencard-Konzept festhalten

Ihn hätten besonders westdeutsche Unternehmer auf einen Fachkräfte-Mangel im IT-Bereich angesprochen, meint der Kanzlerkandidat der Union.

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  • dpa

Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber will im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl das Greencard-Konzept beibehalten. Auf der CeBIT hätten ihn besonders westdeutsche Unternehmer auf einen Fachkräfte-Mangel im IT-Bereich angesprochen, sagte Stoiber der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Wir haben einen offenen Markt. Und was wir an Arbeitskräften in dem Bereich brauchen, werden wir natürlich sukzessive ermöglichen."

Die Greencard an sich sei nie strittig gewesen, aber derzeit fehle ein Gesamtkonzept zur Integration der Zuwanderer. "Man kann die Zuwanderung nicht nur unter ökonomischen Gesichtspunkten sehen", sagte Stoiber. Auch über die Zahl der Greencard-Bewilligungen im Computer-Bereich müsse nachgedacht werden. "Wir brauchen vielleicht 20.000 oder 30.000, aber mit Sicherheit keine 100.000", sagte Stoiber mit Blick auf die Forderung von Wirtschaftsvertretern. "Da geht die Wirtschaft viel zu weit in die Vollen."

Deutschland müsse sich anstrengen, als Technologie-Standort im internationalen Vergleich nicht abgehängt zu werden. Nach seinem Rundgang auf der CeBIT sei er von der Leistungsbereitschaft der IT-Branche beeindruckt gewesen. (dpa) / (anw)