Handy-Markt: Nokia führt unangefochten, Samsung überholt Siemens
Samsung konnte bei den Handy-Verkäufen im 48,6 Prozent zulegen und den deutschen Elektronikkonzern vom dritten Platz verdrängen.
Die Konkurrenten des unangefochten größten Handy-Produzenten Nokia haben zum Jahresauftakt zumindest indirekt Boden gut gemacht. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung der Marktforscher von Gartner Dataquest konnte Nokia seinen Marktanteil im ersten Quartal zwar von 34,4 auf 34,7 Prozent erhöhen. Gleichzeitig sanken aber die Verkäufe des in Helsinki ansässigen Unternehmens um 2,9 Prozent bei einem Gesamtminus für die Branche von 3,8 Prozent. Insgesamt verkauften die Handy-Hersteller in den ersten drei Monaten des Jahres 2002 weltweit 93,76 Millionen Mobiltelefone.
Der US-Konzern Motorola erzielte einen Zuwachs von 9,9 Prozent auf 14,5 Millionen verkaufte Handys und landete mit 15,5 Prozent Marktanteil wie bisher auf Platz 2. Als "spektakulär" stufte Dataquest die Zuwachsrate von 48,6 Prozent beim koreanischen Samsung-Konzern ein, der mit neun Millionen verkauften Handys und einem Marktanteil von 9,6 Prozent im ersten Quartal Siemens vom dritten Platz hinter Motorola verdrängen konnte. Das deutsche Unternehmen verzeichnete mit einem Plus von 24,1 Prozent auf 8,2 Millionen die zweithöchste Zuwachsrate und lag mit 8,8 Prozent Marktanteil auf dem vierten Platz. Den fünften Platz belegte mit 6 Millionen Handys die neue Marke Sony Ericsson, die weiter deutlich unter dem früher von Ericsson erzielten Marktanteilen um 10 Prozent blieb.
Der Marktanteil aller anderen Anbieter von Handys zusammen schrumpfte von 39,0 auf 25 Prozent. Vor allem wegen des Einbruchs dieser kleineren Handy-Produzenten konnte Nokia den eigenen Marktanteil trotz des eigenen Verkaufsrückgangs noch erhöhen. (jk)